Laura Kuhn

We could be heroes
Deutsche Auflage
2017
Autorin: Laura Kuhn
Verlag: Carlsen - Impress
Taschenbuch: 7,99 €
ePub: 3,99 €



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Offizielle Inhaltsangabe

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.

Quelle


Aufmachung

Ich muss sagen, dass mir das Cover sehr gut gefällt. Ich finde die Farben großartig, sie machen Lust auf Sommer, Sonne und vor allen Dingen auf Liebesgeschichten. Außerdem spiegelt das Cover die Pointe der Handlung wider. Nämlich: Freiheit. Sei, wer du bist.


Rezension

Ich bin eigentlich kein großer Fan von reinen Liebesgeschichten. Manchmal aber hat man einfach mal Lust, etwas anderes zu lesen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, alle Bücher des Carlsen - Tolino - Schreibwettbewerbs zu lesen. Laura Kuhn hat mit ihrem Debüt "We could be heroes" den ersten Platz gewonnen. Außerdem habe ich vorher noch nie ein Buch über lesbische Beziehungen gelesen, somit war ich ganz gespannt. Dazu aber gleich mehr.

Die Protagonistin Lou war mir auf Anhieb sympathisch. Sie verkörpert einen Charakter, mit dem sich viele junge Mädchen identifizieren können. Sie fühlt sich oft unsicher, weiß noch nicht so recht, wohin sie das Leben verschlägt oder wer sie sein möchte. Ich denke, dass es so vielen jungen Menschen ergeht und fast jeder verstehen kann, wie Lou sich fühlt. Damit ist es aber nicht genug: Sie hat sich ausgerechnet in ihre beste Freundin Natalie verliebt. Noch dazu hat sie sie geküsst, obwohl sie wusste, dass Natalie nicht lesbisch ist. Die Stelle hat eigentlich nur noch mehr dazu beigetragen, dass ich Lous Gefühle absolut nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich einfach und flüssig lesen. Teilweise ist es recht umgangssprachlich, aber das habe ich nicht als negativ empfunden. Sie hält sich nicht an unwichtigen Dingen auf und trotzdem schafft sie es, dass man sich die Umgebung, die Menschen und die Gefühlslage sehr gut vorstellen kann. Die einzige Sache, die mich gestört hat, war, dass mir die Dialoge aufgesetzt vorkamen. Hier hätte die Autorin mehr ihren sonst eher umgangssprachlichen Stil anwenden sollen. Die Dialoge haben einfach oft vom Stil her nicht zum restlichen Text gepasst.

Ich muss sagen, dass meine Erwartungen vorher zu hoch waren. Eigentlich war das eine ganz normale Liebesgeschichte, nur zwischen zwei Frauen. Je länger ich darüber nachdenke, finde ich aber, dass es ja genau das ist und sein sollte. Eine Liebesgeschichte. Völlig egal, ob gleichgeschlechtlich oder nicht. Aber genau deswegen fand ich es auch nicht besonders außergewöhnlich, ehrlich gesagt. Was mir aber besonders gefallen hat, war Lous Entwicklung und den Einblick in eine völlig neue Gefühlswelt. Außerdem hat es die Autorin trotzdem geschafft, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten.

Fazit




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