Misha Blair


Time Agent


Deutsche Ausgabe
Verlag: Sieben Verlag
Autorin: Misha Blair
220 Seiten
Taschenbuch: 12,99€
Kindle-Edition: 6,99€




Offizielle Inhaltsangabe

Als aus heiterem Himmel ein Mann in Natalia Xiomara Diaz' Wohnzimmer auftaucht, glaubt sie sich zunächst in einem schlechten Film. Doch der Soldat, der sie in Todesangst versetzt, ist aus Fleisch und Blut – welches er großzügig über ihren Wohnzimmerteppich verteilt – und braucht Hilfe, denn er ist verletzt.
Elijahs Reise in die Vergangenheit verläuft anders als geplant und droht, in einer Katastrophe zu enden. Auf der Jagd nach einem Mörder landet der Time Agent zur falschen Zeit am falschen Ort. Dort trifft er allerdings auf die richtige Frau mit den richtigen Fähigkeiten, der nötigen Sturheit und dem Schlüssel zu seinem Herzen. Kann jedoch die Liebe und verzehrende Leidenschaft die Gesetze von Raum und Zeit außer Kraft setzen?


Aufmachung

Joa. Das Cover also. Das Cover find ich eigentlich ganz schön. Es sticht jedenfalls heraus, wenn man so durch die Büchermenge scrollt und die Bildchen im Kleinformat durchsieht. Ich bin da etwas unschlüssig, entscheide mich aber dafür, dass ich es ganz okay finde. 
Der Titel ist meiner Meinung nach zu schlüssig. Man weiß genau, worum es geht. Das Geheimnis ist schon gelüftet, wenn man den Titel gesehen hat. Also bevor man den Klappentext liest und bevor man überhaupt angefangen hat, die erste Seite aufzuschlagen. Das find ich persönlich schade. Den Klappentext fand ich ganz ansprechend, weswegen ich mir das Buch dann auch schließlich gekauft habe. 

PS: Die Spoilerangaben dort unten einfach mit der Maus markieren ;)


Rezension

Erst mal fange ich bei dem Schreibstil der Autorin an. Er war einfach und flüssig zu lesen, also völlig okay. Was mich persönlich gestört hat, war, dass ich mir nicht erst eine Leseprobe zugelegt habe, da das Buch in der Erzählerperspektive geschrieben ist. Und die mag ich leider überhaupt nicht. Ich weiß nicht, warum, aber so fühle ich mich den Personen immer so eigenartig fremd. Und mal ehrlich: Was hat das bitte für einen Sinn, dass ein Mensch ganz offensichtlich jede einzelne Sekunde der Protagonistin hinterherrennt, ohne erwähnt zu werden? Und dass dieser anscheinend Einblicke in die Gefühle der zutreffenden Person bekommen kann? Hä? Also das mal zu der Erzählerperspektive. 
Die ersten Seiten hat mich das Buch mitgerissen. Es hatte alles, was ein Buch so braucht. Aaaaber! Mir persönlich ging das irgendwie alles zu schnell und viele Dinge erschienen mir etwas widersprüchlich. Xiomara -die Protagonistin- erhält also plötzlichen Besuch von einem Mann, der mit einem lauten Knall in ihrem Wohnzimmer landet. Sie hilft ihm und ahnt dabei nicht, dass sie sich in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht hat. Klingt spannend, oder? War es auch -am Anfang. 

Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, wie ich fand. Xiomara allerdings verhält sich von Anfang an etwas zu gefasst, nachdem sie so viele Dinge erlebt hat. Trotzdem erfährt man im Laufe des Buches von ihrer Vergangenheit und bekommt auch viele Informationen über das Leben von Elijah. Formell betrachtet hat mich das Buch definitiv überzeugt. Der Textaufbau und der Schreibstil waren aufeinander abgestimmt und flüssig gewählt. Allerdings fand ich den Verlauf der Geschichte etwas zu überfüllt. Auf diesen 220 Seiten -die für mich als geborene Leseratte echt wenig sind- erfährt man so viel, dass mir nach einiger Zeit der Kopf explodierte. Legte man Buch mal beiseite -weil man zum Beispiel arbeiten musste- kam man seeeehr schwer wieder in die Geschehnisse und das Erfahrene rein. In meinen Augen also ausbaufähig. Zum Ende hin hat mich das Buch noch einmal überrascht. Ob positiv oder negativ? Keineee Ahnung! Das Buch wurde urplötzlich zu Shades of Grey. Ähm- ja! Irgendwie hat das so gar nicht reingepasst, wie ich finde. Ihr müsst euch vorstellen, ihr würdet einen Ratgeber lesen und aus heiterem Himmel lest ihr extrem gut beschriebene Sexszenen. Das würde genauso wenig passen, oder? So ging es mir da leider auch. Ich sage nicht, dass mir das nicht gefallen hätte ;) , aber irgendwie konnte ich es nicht mit dem vorher Geschriebenen vereinbaren. Die Handlungsstränge bis zum Ende hin waren mir zu abgefertigt. Sie waren überladen von Informationen, Wendungen, Entwicklungen und Infos über Infos. 

Die Idee fand ich super. Ja, es war nichts Neues, aber trotzdem hätte man es gut umsetzen können. Hätte sich die Autorin vielleicht ein wenig mehr Zeit und ein paar Seiten mehr vorgenommen, hätten einige Schwachstellen behoben werden können.


Fazit


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