Karin Slaughter

Entsetzen 
 

Deutsche Ausgabe
Erschienen im Jahre 2010
Autorin: Karin Slaughter
512 Seiten
Verlag: blanvalet
Taschenbuch: 9,99 €
Genre: Thriller





Offizielle Inhaltsangabe

Eine falsche Tote – ein wahr gewordener Albtraum …

Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.

Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …



Aufmachung

Das Cover ist halt ein typisches Thriller - Cover. Blut und eine gruselige Location lassen uns definitiv auf mehr hoffen. Das Cover war zwar nicht der Auslöser, mir das Buch zu kaufen, aber finde es trotzdem gut gestaltet. Wenn man es jedoch mit anderen Covern vergleicht, finde ich es eher langweilig.



Rezension

Entsetzen war das erste Buch von Karin Slaughter, das ich gelesen habe. Ich habe mir das Buch gekauft, weil es in der Buchhandlung bei den Bestsellern stand und ich schon seehr lange keinen Krimi/Thriller mehr gelesen habe. Eigentlich ist es auch nicht mein Lieblingsgenre, aber ich brauchte mal Abstand von dystopischer Literatur. :)

Spoiler!!! Das Buch begann echt vielversprechend. Slaughter hat echt ALLES beschrieben. Ich war kurz davor, mir die Augen zuzuhalten. Aber das ging ja leider nicht, ich musste ja weiterlesen. Abigail - die Mutter des verschwundenen Mädchens- kehrt mit ganz alltäglichen Gedanken nach Hause zurück. Sie sorgt sich um ihre Ehe und lässt den Leser in ihre Gedanken blicken. Doch nachdem sie das Haus betritt, merkt sie sogleich, dass das kein normaler Tag werden würde. Ein blutüberströmtes Mädchen, nicht mehr wieder zu erkennen liegt auf dem Treppenabsatz. Und der Mörder hockt neben ihrer vermeintlichen Tochter. Sie stürzt sich auf ihn. Ein gnadenloser Kampf beginnt und eigentlich vermutet man, dass eine Frau einem Mann unterlegen würde, so nicht in dieser Situation. Sie schafft es, den Mörder zu überwältigen und tötet ihn. Nur, dass sich nachher eben rausstellt, dass es nicht ihre Tochter ist, sondern Emmas beste Freundin. Und noch schlimmer: Der Mann war überhaupt nicht der Mörder! Das hat echt eine Gänsehaut verursacht!

Nachdem der Anfang dann geschafft war, dachte ich wirklich: Wow! So kann es weitergehen, was aber leider nicht passierte. Meiner Meinung nach drehte sich das Buch mehr um die Beziehungen der Polizeibeamten, als um die Familie. Ich liebe Thriller, in denen man das Leiden der Familie mitbekommt und man sich in sie hineinversetzen kann. Ich bin kein Masochist :D Das war leider nur am Anfang der Fall. Der Thriller drehte sich halt hauptsächlich um die Polizeiarbeit und um das Privatleben der beiden Polizisten, Faith und Will Trent. Der Mittelteil verlief seeeehr schleppend. Nachdem ich diesen aber hinter mich gebracht habe, fieberte ich wirklich mit. Wie es in einem guten Thriller halt so ist, fiel der Verdacht auf so viele Leute, nur nicht auf den, der es schließlich war. Er spielte eigentlich auch gar keine große Rolle. Er wurde halt nebensächlich befragt, weil er einen Laden betrieb, der das Parkhaus filmte, in dem das Mädchen gesehen worden war. Später wurde dann allerdings alles klar. Es war grausam. Emma war vergewaltigt und festgehalten worden.

Das Ende war... ich weiß auch nicht. Ja, es war ein Thriller. Es war realistisch. So spielt das Leben. Am Ende herrschte eine wirklich beklemmende Stimmung. Emma war wie ausgewechselt. Ja, klar! Sie war schließlich grausam vergewaltigt worden. Ihre beste Freundin war tot. Es ist halt nicht immer so einfach: Das vergewaltigte Kind wird gefunden: Friede, Freude, Eierkuchen. Leider spielt das echte Leben bei dieser Wunschvorstellung keine große Rolle. Slaughter hat es auf den Punkt gebracht. Das Leben von Emma würde nie wieder sein, wie zuvor. Und das ihrer Eltern auch nicht. Ich schlug das Buch mit einem mulmigen Gefühl zu. Klar! Ich war happy, dass Emma nicht tot war, aber trotzdem hatte das Ende nichts Gutes an sich. Nicht mal ihre Eltern hatten sich zusammengerauft. Am Ende spricht Slaughter eher von einer Zweckehe zwischen Emmas Eltern, Paul und Abigail.

Sie schliefen häufiger miteinander, aber es war eher zweckgerichtet als sonst irgendetwas. Als ihr auffiel, dass es ein Muster gab, da Paul offensichtlich nur am Mittwoch und am Samstag an ihr interessiert war, fühlte sie sich eher erleichtert als beleidigt. Sie kreuzte die Tage in ihrem Kalender an.

Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, obwohl ich definitiv bessere Thriller gelesen habe. Trotzdem fand ich es spannend und unterhaltsam.



Fazit

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen